Ukraine-Hilfe Paderborn e.V. bringt Solartechnik im Wert von mehr als 70.000 Euro nach Dnipro und in den Donbas
Über 500 Solarmodule für die Ukraine: Mobile Energie für Menschen in Regionen mit zerstörter Infrastruktur
In vielen Regionen der Ukraine ist die Energieversorgung infolge des Krieges stark beeinträchtigt. Beschädigte Stromnetze und wiederkehrende Ausfälle stellen die Bevölkerung und die zivile Infrastruktur vor große Herausforderungen. Eine dezentrale und flexible Energieversorgung kann deshalb einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Ukraine-Hilfe Paderborn e.V. hat nun eine umfangreiche Sachspende in die Ukraine gebracht: Insgesamt über 500 mobile Solarmodule mit einer Gesamtleistung von mehr als 200 Kilowattpeak (kWp) wurden für die Regionen Dnipro und Donbas bereitgestellt. Die Sonder-Solarmodule zeichnen sich durch ihre Flexibilität und leichtem Gewicht bei gleichzeitiger Robustheit aus. Der Wert der Module beträgt mehr als 70.000 Euro.
Wertvolle Sachspende der alwitra GmbH
Möglich wurde die Lieferung durch die großzügige Unterstützung der alwitra GmbH, die die Solarmodule als Sachspende zur Verfügung stellte.
Die Module zeichnen sich insbesondere durch ihre Mobilität aus. Sie können vergleichsweise schnell auf- und abgebaut und dadurch flexibel an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden. Damit eignen sie sich besonders für Regionen, in denen eine dauerhafte Stromversorgung aufgrund beschädigter Infrastruktur nicht gewährleistet werden kann.
„Diese Spende ist ein beeindruckendes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Unternehmen Verantwortung übernehmen und humanitäre Hilfe konkret unterstützen. Die Module haben einen enormen Wert und können vor Ort einen echten Unterschied machen“, sagt Karsten Stasch, 1. Vorsitzender der Ukraine-Hilfe Paderborn e.V.
Auch der Transport musste finanziert werden
Mit der Bereitstellung der Solarmodule war die Aufgabe jedoch noch nicht abgeschlossen. Für den Transport in die Ukraine entstanden zusätzliche Kosten von knapp 4.000 Euro.
Bei der Finanzierung dieser Ausgaben konnte die Ukraine-Hilfe Paderborn e.V. auf die Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern zählen. Private Spenden halfen dabei, den Transport der umfangreichen Lieferung zu ermöglichen.
„Wir erleben immer wieder, dass Hilfsbereitschaft nicht an der Grenze endet. Bürgerinnen und Bürger aus unserer Region haben mit ihren Spenden dazu beigetragen, dass diese große Sachspende tatsächlich ihren Weg in die Ukraine antreten konnte. Dafür sind wir sehr dankbar“, erklärt Karsten Stasch.
Die Ukraine-Hilfe Paderborn e.V. organisierte den Transport und die Weiterleitung der Module in die Regionen Dnipro und Donbas.
Dezentrale Energie wird immer wichtiger
Die Bedeutung solcher mobilen Energielösungen nimmt angesichts der Schäden an der ukrainischen Infrastruktur zu. Wo zentrale Stromnetze ausfallen, können dezentrale Systeme zumindest einen Teil der benötigten Energie bereitstellen.
Solartechnik bietet dabei den Vorteil, dass sie ohne Brennstoff auskommt und – abhängig von den örtlichen Bedingungen – eigenständig Strom erzeugen kann. Die Module können dort eingesetzt werden, wo eine zusätzliche oder unabhängige Energiequelle benötigt wird.
„Unser Ziel ist es, praktische Hilfe zu leisten. Wir wollen nicht nur Dinge sammeln und transportieren, sondern gezielt Lösungen dorthin bringen, wo sie gebraucht werden. Diese Solarmodule sind dafür ein hervorragendes Beispiel“, so Stasch.
Gemeinsam konkrete Hilfe ermöglichen
Die Lieferung ist das Ergebnis des Zusammenspiels mehrerer Beteiligter: Die alwitra GmbH stellte die Solarmodule im Wert von mehr als 70.000 Euro zur Verfügung. Bürgerinnen und Bürger unterstützten die Finanzierung des Transports, und die Ukraine-Hilfe Paderborn e.V. übernahm die Organisation und Koordination der Lieferung.
Damit konnten über 500 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von mehr als 200 kWp in die Ukraine gebracht werden.
„Hinter dieser Lieferung stehen viele Menschen, die auf unterschiedliche Weise geholfen haben. Genau das verstehen wir unter gelebter Solidarität: Einer stellt Material zur Verfügung, andere helfen bei den Kosten, und wir kümmern uns darum, dass alles dort ankommt, wo es benötigt wird“, betont Karsten Stasch.
Die Ukraine-Hilfe Paderborn e.V. bedankt sich bei der alwitra GmbH sowie bei allen privaten Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Ukraine-Hilfe Paderborn e.V.
Gemeinsam helfen. Menschlichkeit verbinden. Hoffnung geben.









